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Trier/Mainz/Kaiserslautern/Worms den 21.9.2012

„Bundeswehr raus aus Bildungseinrichtungen“

so die Forderung der "Bundesweiten Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung" die vom 24.-29. September mit Veranstaltungen und Aktionen auch in Rheinland-Pfalz stattfindet. Die rheinland-pfälzischen Initiativen für "Schulen ohne Militär" unterstützen die Aktionswoche und weisen zum Start auf Aktionen gegen den Werbefeldzug der Bundeswehr in Rheinland-Pfalz hin.

„Die Bundeswehr verstärkt ihren Werbefeldzug besonders gegenüber Jugendlichen und zudem setzt Rot-Grün die Bundeswehr-Schul-Kooperation in Rheinland-Pfalz trotz starker Kritik z.B. von Kinder­rechtsorganisationen fort. Jetzt sind SchülerInnen, Eltern und Lehrer­Innen gefragt sich für Schulen ohne Militär zu engagieren – auch weil Bundeswehrwerbung an Schulen Grundsätzen politischer Bildung, dem Schul­gesetz und der Kinderschutzkonvention widerspricht.“ erläutert Markus Pflüger von der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier.

"Die Schulen dürfen nicht zum Nachschubreservoir zur Lösung der Rekrutierungsprobleme der Bundeswehr verkommen", so Achim Müller vom GEW-Kreisverband Kaiserslautern, „Ein privilegierter Zugang der Bundeswehr in Bildungseinrichtungen durch die Kooperations­vereinbarung mit dem Land Rheinland-Pfalz ist für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nicht akzeptabel.“

Nach Vorträgen und Aktionen in Worms und einem Film in Kaiserslautern, geht es weiter mit dem Verteilen von Flyern gegen den Werbefeldzug der Bundeswehr vor verschiedenen Schulen unter anderem in Mainz und Vorträgen zu „Bundeswehr raus aus Schulen“ in Trier (25.9.) und Kaiserslautern (25.9.).

"Die Bundeswehr drängt in die Schulen auf der Suche nach neuen Rekruten und Rekrutinnen. Außerdem will sie von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen. Das ist Werbung fürs Töten und Sterben, dagegen protestieren wir. Niemand sollte sich für Krieg zur Verfügung stellen, weder gezwungen noch freiwillig. Wir sehen täglich, dass Krieg zu mehr Krieg führt. Krieg darf nicht Mittel der Politik sein!" ergänzt Dr. Gernot Lennert von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz, die vor mehreren Schulen mit Infoaktionen Schüler und Schülerinnen vor der Militärwerbung warnen will.

Im Rahmen der Aktionswoche „Für eine militärfreie Bildung und Forschung“ finden vom 24.-29. September bundesweit verschiedene Aktivitäten statt - Diskussionsveranstaltungen, Flyerverteilen, Informationsstände an Schulen oder in der Öffentlichkeit, Unterschriftensammlung, ein Kreativ­wettbewerb, öffentlichkeitswirksame Aktionen usw. – unterstützt von mittlerweile genau 100 Organisationen, Gruppen und Bündnissen. Mit der Aktionswoche soll die Politik und Öffentlichkeit auf die Problematik der zunehmenden Militarisierung des Bildungssystems aufmerksam gemacht werden. Die Unterstützer fordern „die sofortige Kündigung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und der Bundeswehr sowie die flächendeckende Einführung und Einhaltung von Zivilklauseln um eine Lehre und Forschung an Hochschulen zu garantieren, die ausschließlich zivilen Zwecken dient“.

Termine + Infos in Rheinland-Pfalz: www.schulfrei-fuer-die-bundeswehr-rlp.de/termine.html

Infos bundesweite Aktionswoche: http://antimilaktionswoche.wordpress.com

 

 
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